Invasive Arten

Invasive Arten in Hamburg 2026: Diese 7 Schädlinge müssen Sie melden!

Asiatische Hornisse, Tigermücke & Co. bedrohen Hamburg. Meldepflicht, Erkennungsmerkmale, Rechtslage 2026 und kostenlose Beratung bei Kleefeld Hamburg.

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Dr. Yara Krefeld
Geschäftsführer | Kleefeld Hamburg

Invasive Arten in Hamburg 2026: Diese 7 Schädlinge müssen Sie melden!

Seit 2023 breitet sich ein gefährlicher Eindringling in Hamburg aus — die Asiatische Hornisse hat die Hansestadt erreicht. Was vor wenigen Jahren noch undenkbar schien, ist heute traurige Realität: Invasive Schädlingsarten etablieren sich rasant in Norddeutschland und bedrohen unsere heimische Tierwelt.

Dr. Yara Krefeld, Schädlingsexpertin bei Kleefeld Hamburg: “Der Klimawandel und die Globalisierung haben Hamburg zum Einfallstor für invasive Arten gemacht. Unser Hafen ist das perfekte Sprungbrett für Arten aus aller Welt — und viele davon unterliegen der Meldepflicht!”

Das Wichtigste vorweg: Bei sieben invasiven Arten besteht in Hamburg gesetzliche Meldepflicht. Wer sie nicht meldet, riskiert empfindliche Bußgelder. Gleichzeitig dürfen nur autorisierte Stellen diese Arten bekämpfen — Eigeninitiative kann teuer werden!


1. Asiatische Hornisse (Vespa velutina) — Der Bienenkiller

Höchste Alarmstufe — Etabliert in Hamburg!

  • Status 2026: Seit 2023 nachgewiesen, rasante Ausbreitung durch ganz Hamburg
  • Gefahr: Dezimiert Honigbienenvölker vor dem Flugloch — bis zu 50 Bienen pro Tag pro Hornisse

Erkennungsmerkmale

  • Größe: 2,5–3 cm (kleiner als Europäische Hornisse)
  • Farbe: Dunkelbraun/schwarz mit gelben Beinenden
  • Kopf: Orangegelb mit dunklen Augen
  • Flugverhalten: Schwebt vor Bienenstöcken, jagt im Rüttelflug

Verwechslungsgefahr

Die Europäische Hornisse (Vespa crabro) ist größer, gelb-braun gestreift und steht unter strengem Artenschutz! Tötung ist verboten und wird mit bis zu 50.000 EUR Bußgeld bestraft.

Meldepflicht und Rechtslage

Melden bei:

WICHTIG: Nester NIEMALS selbst entfernen! Nur autorisierte Kammerjäger dürfen tätig werden. Bußgeld bei Eigenbekämpfung: bis zu 50.000 EUR.


2. Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) — Der Virenüberträger

Noch nicht etabliert — aber Monitoring läuft!

  • Status 2026: Einzelfunde in Deutschland, Hamburger Hafen unter Überwachung
  • Gefahr: Überträger von Dengue-Fieber, Chikungunya und Zika-Virus

Erkennungsmerkmale

  • Größe: 4–7 mm (kleiner als heimische Mücken)
  • Farbe: Schwarz mit weißen Streifen (Zebramuster)
  • Aktivität: Tagaktiv! (im Gegensatz zu heimischen Arten)
  • Brutplätze: Kleinste Wasseransammlungen (Blumentöpfe, Regentonnen)

Verwechslungsgefahr

Die Ringelschnake ist größer, hat längere Beine, ist nachtaktiv und völlig harmlos.

Überwachung Hamburg

  • Containerterminal Altenwerder: Permanent-Überwachung
  • Bernhard-Nocht-Institut: Arbovirus-Forschung
  • Gesundheitsamt Hamburg: Surveillance-Programm

Bei Verdacht: Mücke in verschließbaren Behälter fangen, sofort melden!


3. Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) — Der Parkzerstörer

Millionenschäden in Hamburger Parks

  • Status 2026: Vollständig etabliert, Schadensbilanz 2025: über 2 Millionen EUR
  • Gefahr: Kompletter Kahlfraß historischer Buchsbestände

Erkennungsmerkmale Raupe

  • Größe: bis 5 cm lang
  • Farbe: Grün mit schwarzen Streifen und weißen Punkten
  • Kopf: Tiefschwarz glänzend
  • Fraßbild: Skelettierung der Blätter

Erkennungsmerkmale Falter

  • Spannweite: 4–4,5 cm
  • Farbe: Weiß mit braunem Rand (typische Form)
  • Flugzeit: Mai bis Oktober (3 Generationen!)

Hamburg-Hotspots

  • Planten un Blomen: 80 % Buchsbestand vernichtet
  • Altonaer Balkon: Sanierungskosten 150.000 EUR
  • Privatgärten Blankenese, Eppendorf, Winterhude besonders betroffen

4. Orientalische Hornisse (Vespa orientalis) — Der neue Eindringling

Erstnachweis in Hamburg 2024!

  • Status 2026: Einzelnachweise, Etablierung wird befürchtet
  • Gefahr: Konkurriert mit heimischen Insekten, plündert Bienenvölker

Erkennungsmerkmale

  • Größe: 2,5–3,5 cm
  • Farbe: Rotbraun mit breitem gelben Band am Hinterleib
  • Besonderheit: Einzige Hornissenart, die Sonnenlicht in Strom umwandeln kann (Xanthopterin-Pigment)
  • Aktivität: Tagaktiv, wärmeliebend

Verwechslungsgefahr

Dunkler als die Europäische Hornisse, kompakter Körperbau. Das breite gelbe Band am Hinterleib ist das sicherste Unterscheidungsmerkmal.

Meldepflicht

Wie bei der Asiatischen Hornisse: Sofort bei der Umweltbehörde Hamburg melden. Nester nicht selbst entfernen!


5. Asiatischer Laubholzbockkäfer (Anoplophora glabripennis) — Der Baumkiller

Quarantäne-Schädling — Höchste Gefährdungsstufe!

  • Status 2026: Noch nicht in Hamburg nachgewiesen, aber in Bayern und NRW aktiv
  • Gefahr: Befall tötet gesunde Laubbäume innerhalb weniger Jahre

Erkennungsmerkmale

  • Größe: 2,5–3,5 cm (ohne Fühler)
  • Farbe: Glänzend schwarz mit unregelmäßigen weißen Flecken
  • Fühler: Sehr lang (körperlänger!), schwarz-weiß geringelt
  • Ausfluglöcher: Kreisrund, ca. 1 cm Durchmesser in Stämmen und Ästen

Befallene Baumarten

Ahorn, Birke, Weide, Pappel, Rosskastanie, Platane — praktisch alle Laubbäume Hamburgs!

Meldepflicht

EU-Quarantäne-Organismus! Meldung an das Pflanzenschutzamt Hamburg ist gesetzlich vorgeschrieben. Bei Befall werden Bäume im Umkreis von 100 m gefällt und verbrannt.


6. Pharaoameise (Monomorium pharaonis) — Der unsichtbare Hospitalschädling

Ganzjährig in beheizten Gebäuden

  • Status 2026: In Hamburger Krankenhäusern und Großgebäuden nachgewiesen
  • Gefahr: Überträgt Krankheitserreger (Salmonellen, Streptokokken), kontaminiert sterile Bereiche

Erkennungsmerkmale

  • Größe: Nur 1,5–2 mm (winzig!)
  • Farbe: Gelblich-braun bis honigfarben
  • Kolonien: Mehrere Königinnen pro Nest (polygynes System)
  • Besonderheit: Kann nur in beheizten Gebäuden überleben (> 18 °C)

Warum so gefährlich?

  • Dringt in Wundverbände, Infusionsbeutel und sterile Verpackungen ein
  • Normale Ameisenköder verschlimmern den Befall (Kolonie teilt sich!)
  • Nur professionelle Bekämpfung mit Juvenilhormon-Ködern ist wirksam

Meldepflicht

Befall in Krankenhäusern und Lebensmittelbetrieben ist meldepflichtig nach IfSG und Lebensmittelhygieneverordnung. Kleefeld Hamburg ist professionell für die Bekämpfung aufgestellt.


7. Japanischer Staudenknöterich (Fallopia japonica) — Der Fundamentzerstörer

Hamburgs hartnäckigster Neophyt

  • Status 2026: Weit verbreitet an Elbe, Alster und in ganz Hamburg
  • Gefahr: Durchbricht Asphalt, Fundamente, Kanäle — Strukturschäden in Millionenhöhe

Erkennungsmerkmale

  • Höhe: Bis 4 Meter in einer Saison
  • Blätter: Herzförmig, bis 15 cm lang
  • Wuchs: Bambus-ähnliche Stängel, hohle Triebe
  • Wurzeln: Rhizome bis 3 Meter tief, breiten sich 7 Meter horizontal aus

Warum relevant für Schädlingsbekämpfung?

Der Staudenknöterich ist zwar eine Pflanze, aber seine Bekämpfung erfordert oft bauliche Maßnahmen — und genau hier kommt die Schädlingsbekämpfung ins Spiel: Die Pflanze schafft feuchte, geschützte Räume, die Ratten, Mücken und anderen Schädlingen ideale Bedingungen bieten.

Meldepflicht

Steht auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten (Verordnung EU 1143/2014). Grundstückseigentümer sind zur Bekämpfung verpflichtet. Die Entsorgung ist nur über Restmüll oder Verbrennung erlaubt — NIEMALS auf den Kompost!


Was tun bei Fund? — Ihre Checkliste

  1. Ruhe bewahren — Tier oder Pflanze nicht anfassen oder töten
  2. Foto machen — Möglichst nah, mit Größenvergleich (Münze daneben)
  3. Standort notieren — GPS-Koordinaten oder genaue Adresse
  4. Melden — Umweltbehörde Hamburg oder NABU
  5. Profi rufen — Kleefeld Hamburg berät kostenlos: 040 368 530 20

Rechtlicher Rahmen

Die Meldepflicht basiert auf der EU-Verordnung 1143/2014 über invasive gebietsfremde Arten sowie dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Hamburg setzt diese über die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) um.

Bußgelder bei Verstoß:

  • Nicht-Meldung: bis zu 50.000 EUR
  • Unerlaubte Bekämpfung geschützter Arten: bis zu 50.000 EUR
  • Freisetzung invasiver Arten: bis zu 50.000 EUR

Kleefeld Hamburg: Ihr Partner bei invasiven Arten

Als professioneller Schädlingsbekämpfungsbetrieb mit Fokus auf biologische Methoden sind wir Ihr erster Ansprechpartner:

  • Kostenlose Erstberatung und Artbestimmung
  • Zusammenarbeit mit Umweltbehörde und NABU Hamburg
  • Dokumentation für Behörden und Versicherungen
  • Gift nur als letztes Mittel durch Integriertes Schädlingsmanagement (IPM)

Invasive Art entdeckt? Rufen Sie uns an: 040 368 530 20 — wir helfen sofort.

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